Hoffnung

Ich habe heute einen Menschen gerettet

Unsere Blicke haben sich getroffen,
als sie meinen Korridor entlang ging und in die Zwinger schaute.
Ich spürte ihre Not sofort und wußte, dass ich ihr helfen mußte.
Ich wedelte mit dem Schwanz, nicht zu stark,
damit sie sich nicht fürchten würde.

Als sie an meinem Zwinger stehenblieb,
habe ich ihr den Blick nach hinten versperrt,
damit sie das kleine Mißgeschick, das mir passiert war, nicht sehen würde.
Ich wollte nicht, dass sie erfährt, das ich heute nicht ausgeführt worden bin.
Manchmal haben die Leute hier so viel zu tun, und ich wollte nicht,
dass sie einen schlechten Eindruck von ihnen bekäme.

Als sie die Karte mit meiner Beschreibung las, habe ich gehofft,
dass meine Vergangenheit sie nicht traurig machen würde.
Ich kann nur nach vorne schauen und möchte jemandem etwas bedeuten.

Sie beugte sich zu mir herunter und machte leise Kussgeräusche.
Ich drückte meine Schulter und meinen Kopf gegen die Gitterstäbe,
um sie zu beruhigen. Sanfte Fingerspitzen streichelten meinen Nacken,
sie hat die Gesellschaft dringend gebraucht.

Eine Träne lief ihr über die Wange und ich hob meine Pfote,
um ihr zu versichern, dass alles gut werden würde.

Kurz darauf öffnete sich meine Zwingertür und ihr Lächeln strahlte mich so an,
dass ich sofort in ihre Arme gesprungen bin.

Ich versprach ihr, dass sie bei mir in Sicherheit wäre.

Ich versprach ihr, sie immer zu begleiten.

Ich versprach, alles dafür zu tun, dass ich ihr strahlendes Lächeln
und das Glitzern in ihren Augen sehen würde.

Ich hatte solches Glück, dass sie ausgerechnet meinen Korridor entlang gegangen ist.

So viele andere sind da draußen, die noch nicht diese Korridore entlang gegangen sind.

So viele, die noch gerettet werden müssen.

Wenigstens konnte ich einen von ihnen retten.

Ich habe heute einen Menschen gerettet.

(Verfasser unbekannt)

 

                                   **********************

 
Der Seestern

Nach einem Sturm ging ein alter Mann am Strand spazieren.Durch das Unwetter waren Unmengen an Seesternen an Land gespült worden.

Vor sich sah der alte Mann einen Jungen, der Seesterne aufhob und ins Meer zurück warf.

Der alte Mann sah ihm eine Weile zu und fragte dann, warum er das tue. Der Junge erklärte daraufhin, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenaufgang dort liegen bleiben. „Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und tausende von Seesternen liegen hier“, erwiderte der alte Mann. „Was macht es also für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?“

Der Junge blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen. Dann meinte er: „Für diesen hier macht es einen Unterschied!“ unb

Verfasser Unbekannt

 

 

 

powered by Beepworld